Aus dem offenen Heck eines Flugzeugs laufen…
…kann ein Riesenspaß sein, wenn man einem Tandemmaster auf den Bauch geschnallt ist! Bei 4400 m ü. N.N. waren wir nach einer Viertelstunde Steigflugs in der “Pink” (Short SkyVan) angekommen, fertig vergurtet und absprungbereit.
Beim ersten Mal haben uns die Tandemmasters keine Überlegesekunde gegeben und sind einfach durch den Laderaum – ohne Stop – auf die offene Luke zugegangen und rausgelaufen…
Dieses Mal konnten wir einen Moment die Aussicht aus der Höhe genießen, wobei es glaube ich keinen gravierenden Unterschied mehr macht, ob man denn nun 100m oder viereinhalb Kilometer hoch ist…
Der Mann in weiß-rot trägt am Helm eine Kamera, mit welcher er das Tandempaar während des “Freien Falls” (ich weiß wohl, daß Freier Fall nur im absoluten Vakuum vorkommen kann, aber ich glaube, die Fallschirmspringer nennen es trotzdem so…) bis zur Öffnung des Tandemschirms filmt bzw. zu filmen versucht – die Ausrüstung war auch nach mehreren Sprüngen noch nicht so einstellt, daß der gewünschte Ausschnitt aufgenommen wurde.
Nach dem Ausstieg werden zuerst die Arme am Körper gehalten, bis man signalisiert bekommt, daß man jetzt “Lenken” darf… Während des ca. 50 Sekunden dauernden “Freien Falls” kann man mit angewinkelten Armen ein wenig die Haltung in der Luft verändern… Dieser kurze Moment wird schnell wieder unterbrochen und man bekommt die Arme wieder angelegt bzw. ein Zeichen, dies zu tun. Danach öffnet sich der Hauptfallschirm – beim Tandemsprung wird schon direkt nach dem Ausstieg ein kleiner Schirm (Drogue) geöffnet, welcher die Geschwindigkeit auf etwa 200 km/h abbremst – mehr oder weniger sanft. Dann bekommt man die beiden Steuerleinen vom Tandemmaster in die Hände und kann das “Gespann” mit sehr beherzten Zügen daran ordentlich in Schräglage bringen
Heile wieder angekommen freuen wir uns schon auf das nächste Mal, schon alleine, um getrennt zu springen und schöne Landebilder zu machen…



